SPD stößt Diskussion zur Energiewende in Einhausen erfolgreich an

Veröffentlicht am 27.05.2013 in Allgemein

Ein strukturiertes Konzept für Energiesparmaßnahmen und Einsatz regenerativer Energien ist besser, als nur die Preissteigerungen am Energiemarkt zu beklagen. Diese Binsenweisheit hatte Ende 2011 die SPD Fraktion in der Gemeindevertretung bewogen, die Einsetzung einer Gruppe fachkundiger Bürger und Gemeindevertreter zur Erarbeitung eines „Energiekonzepts für Einhausen“ zu beantragen.
Dem stimmten alle Ausschüsse und auch die Gemeindevertretung im Dezember 2011 zu. Nach einer gemeinsamen Sitzung der drei Ausschüsse „überwintert“ die Idee des „Energiekonzepts“ seitdem leider nahezu ergebnislos in den von CDU und Grünen geleiteten zuständigen Gremien.
Aber der SPD-Antrag wirft dennoch – auch mit Unterstützung der Einhäuser Verwaltung – gute Früchte ab:
1. Kurzfristig konnten in 2012 noch Fördermittel für die Untersuchung zur energetischen Sanierung kommunaler Gebäude beantragt werden. Bereits in 2013 werden Ergebnisse vorliegen und umgehend in die Sanierungsplanung der Sporthalle einfließen. Im Haushalt 2013 sind dazu bereits Mittel in Höhe von 500 Tsd. EUR eingestellt.
2. Mit Freude nimmt die SPD zur Kenntnis, dass im April die „Energiekarawane“ (eine Initiative der Metropolregion Rhein-Neckar) auch nach Einhausen kommt. Zwei Wohngebiete sind für die eingehende Beratung definiert und in einer Veranstaltung am 18.4. im Bürgerhaus konnten alle interessierten Einhäuser Bürger weitere Informationen zu energiesparenden Maßnahmen für Altbauten erhalten.
3. Gut im Gedächtnis ist auch noch die von der SPD organisierte und gut besuchte Diskussion im Bürgerhaus. Hier erläuterten Norbert Schmitt (SPD MdL), M. Baaß (Bürgermeister Viernheim) und P. Schönbächler (Doktorand am Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie) weitere Ansatzpunkte für Fortschritte in der Energiewende. Der Bogen der Diskussion spannte sich dabei von Notwendigkeit von und die Fördermöglichkeiten für die Energiewende über die Nutzung von Wasser- und Windkraft in Einhausen bis zur schon erwähnten „Energiekarawane“ und den Vorteilen einer individuellen Bürgerberatung.
4. Seit Kurzem liegt nun der Gemeindevertretung eine vollständige Auflistung aller Energieverbräuche und aller Energieverbraucher der Kommune über die letzten Jahre vor – eine Anregung der SPD aus der letzten Haushaltsklausur. Auf Basis dieser Daten lassen sich unschwer erfolgversprechende Folgeschritte für weitere effizienzsteigernde Aktionen und Beschlüsse ableiten.
5. Auf Antrag der SPD-Fraktion diskutierte jüngst der Bauauschuss, wie Informationen zum Thema „Energiesparen“ und „Förderung entsprechender Maßnahmen“ für die Bürger von Einhausen schneller und transparenter zugänglich gemacht werden können – sei es als „Info Mappe“ oder im Internet auf der Homepage der Gemeinde. An der Umsetzung wird jetzt gearbeitet.
Nach Vorstellung der SPD sollte zur Unterstützung weiterer Maßnahmen die Funktion eines „Energiemanagers“ geschaffen werden, der diese Aktivitäten zielgerichtet betreibt und auch als Ansprechpartner für die Bürger wohnortnahe Informationen über Zuschüsse und Finanzierung, über geeignete Handwerker und Hersteller sowie Unterstützung im Paragraphendschungel bereit hält.
„Natürlich wünschen wir uns nach wie vor ein mit möglichst großer Beteiligung diskutiertes und auf den Weg gebrachtes Energiekonzept“, betonen Reimund Strauch und Joachim Wiegand, „aber wir freuen uns dennoch sehr über die jetzt gestarteten Aktionen und die ersten Fortschritte in diesem Bereich. Die mit dem SPD-Antrag eingeleitete Diskussion und nähere Betrachtung der Energiewende auf lokaler bzw. kommunaler Ebene wird weitere Kreise ziehen und weitere Aktionen anstoßen – und darauf kommt es schließlich an“.
Und vielleicht wird ja doch noch ein „Energiekonzept“ erstellt, um weitere Ideen zu sammeln und zu bewerten sowie die vielfältigen Aktivitäten zu strukturieren und aufeinander abzustimmen. Folgt man nämlich den Ergebnissen von „ERNEUERBAR KOMM!“ (eine Forschungsprojekts der Fachhochschule Frankfurt/Main), könnte Einhausen seinen Energiebedarf zu mehr als 1000% (!) aus eigenen Ressourcen decken. Das macht deutlich, welches Potential in einem solchen Konzept schlummert.

 
 

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